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Everett-Helm-Fellowship für Prof. Gottfried Adam

Dr. Gottfried Adam, Prof. em. am Institut für Religionspädagogik der Ev.-Theol. Fakultät, erhielt ein Everett-Helm-Visiting Fellowship, um an der Lilly Library der Indiana State University in Bloomington, Indiana/ USA, zum Thema der „Thumb bibles“ zu forschen. Bei den Thumb Bibles  handelt es sich um ein besonderes literarisches Genre von Kinderbibeln, das vor  allem in England und Amerika im 18. und 19. Jahrhundert breite Verbreitung gefunden hat. Diese Form von Kinderbibeln umfasst ca. 4.500 bis 6.500 Wörter und geht dabei auf den Inhalt der gesamten Bibel ein.

Die Lilly Library ist für die Bearbeitung der Thematik deshalb besonders geeignet, weil sich dort die größte Sammlung von Thumb bibles gibt. Es handelt sich um einen  Bestand von ungefähr 350 Ausgaben von Daumenbibeln. Diese einzigartige Sammlung wurde der Bibliothek durch Ruth Adomeit im Jahre 1996 testamentarisch hinterlassen.

Die Untersuchung der „Thumb bibles“ steht im Zusammenhang der  Kinderbibelforschung, die seit Mitte der 1990-er Jahre einen Schwerpunkt des Instituts für Religionspädagogik darstellt. Was auch in den Dissertationen von Katja E.A. Eichler („Biblische Geschichten bei Christoph Lossius und Kaspar Friedrich Lossius“, 2008) und Volker Menke („Kinderbiblen im Lichte des jüdisch-christlichen Dialoges“, 2010) seinen Niederschlag gefunden hat.

Zu dieser Thematik führt das Institut alle drei Jahre ein „Internationales Forschungskolloquium: Kinderbibel“ durch. Im Juni 2012 findet das 7. Kolloquium zum Thema „Kinderbibeln als Kinder- und Jugendliteratur. Kinderbibeln in literaturwissenschaftlicher Perspektive.“ statt. Es wird in Verbindung mit dem Lehrstuhl Praktische Theologie/Religionspädagogik (Prof. Dr. Thomas Schlag) von der Universität Zürich durchgeführt.

 

 

 

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